Unsere Kinder sind Traglinge!

Babys zu tragen ist keine neuzeitliche Erfindung

Eine Studie von Dr. Urs A. Hunziker Kinderarzt am Kinderhospital Zürich belegt:

  • Säuglinge, die etwa vier Stunden täglich getragen wurden, weinten auffallend weniger als die Kontrollgruppenkinder.
  • Sie waren länger wach und zufriedener.
  • Beim Tragen hört und riecht das Kind Mutter oder Vater.
  • Der enge Körperkontakt vermittelt ihm Geborgenheit.
  • Die sanften Bewegungen beruhigen.
  • Das Kind kann Blickkontakt mit den Eltern aufnehmen oder die Umgebung betrachten.
  • Ist es müde, kann es sicher einschlafen.
  • Tragekinder erfahren insgesamt zahlreiche, die Entwicklung fördernde, Impulse.

In vielen Kliniken nutzt man die positive Wirkung des Tragens inzwischen, um untergewichtige oder zu früh geborene Kinder zu stärken. Das Bedürfnis nach Nähe ist einem Baby angeboren.

Fast während unserer gesamten, mehrere Millionen Jahre währenden Stammesgeschichte war es aufgrund der nomadischen Lebensweise nötig, Säuglinge stets mitzunehmen. Vor 10.000 Jahren begannen die Menschen sesshaft zu werden. Erst seitdem besteht die Möglichkeit, Kinder an einem sicheren Ort zurückzulassen. Das ist jedoch ein viel zu kurzer Zeitraum für Veränderungen in der biologischen (genetischen) Ausstattung des Menschen. Noch heute bereitet sich ein Säugling von klein auf aktiv für den Sitz auf der Hüfte vor, indem er seine Beine anhockt und spreizt und sich, wenn nötig, mit dem gesamten Bein anklammert. Viele noch nomadisch lebende Kulturen tragen ihre Kinder weiterhin bei sich. Übrigens sind auch Affenbabys "Traglinge", die sich aktiv an die Mutter anklammern.

 

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